Gemischter Chor Eintracht Hugstetten
Unser Gemischter Chor
Frauen und Männer, viele Stimmen – und jede Menge Freude am gemeinsamen Singen.
- Chor: ca. 50 Sängerinnen & Sänger
- Probe: Montag 20 bis 22 Uhr
- Leitung: Amely Heim
Der Gemischte Chor Eintracht Hugstetten ist der direkte Nachfolge des ursprünglichen Männerchors, der 1909 gegründet wurde.
Mehr als 100 Jahre Chorgeschichte liegen hinter uns. In dieser Zeit sind viele Sängerinnen und Sänger gekommen und gegangen – und doch ist eines geblieben: die Freude am gemeinsamen Singen.
Und natürlich singen wir weiter!
Wir sind eine bunte Mischung aus anständigen Sopränen, einem Alt mit ganz unterschiedlichen Altersstufen, nicht mehr ganz so jungen, aber dafür junggebliebenen Tenören und natürlich den richtigen Männern im Bass.
Und wie unser ehemaliger Sänger Konrad Graner einmal treffend sagte:
"Wir ochsen dann ganz schön, das geht so immer bis um zehn...."
Was wir singen
Unser Repertoire ist so vielfältig wie unser Chor.
Wir singen gerne geistliche und weltliche Vokalwerke, beispielsweise von Mendelssohn Bartholdy, aber genauso internationale Folklore oder moderne Stücke aus Musical, Jazz und Pop.
Kurz gesagt: Wir singen, was uns gefällt – und was unsere Dirigentin Amely Heim für uns entdeckt.
Dabei singen wir oft a cappella (ohne Instrumentbegleitung), freuen uns aber ebenso über die Begleitung am Klavier oder andere Instrumente.
Und das Wichtigste?
Wir haben Freude am Singen – und aneinander.
Denn ein Chor ist für uns mehr als viele Stimmen, die gleichzeitig singen. Es ist Gemeinschaft, Musik und ein bisschen Geselligkeit dazu.
Du möchtest uns kennenlernen?
Komm einfach zu einer Chorprobe vorbei. Wir freuen uns auf dich!
Unsere Dirigentin Amely Heim
Seit Januar 2013 dirigiert uns Amely Heim. Sie arrangiert, komponiert und singt uns göttlich vor. Sie ist immer präsent, plant unsere Chorauftritte maßgeblich mit und engagiert sich weit mehr als üblich.
Von ihr können wir lernen, dass das Leben ohne die Musik nur halb so schön ist.
Übungsalltag
ein Gedicht zum Herbstfest 2008
Der Frühling ist zwar schön,
doch wenn der Herbst nicht wär’,
wäre zwar das Auge satt,
doch der Magen leer.
Und so feiern wir Johr für Johr,
das Herbstfest mit dem Gemischten Chor.
Bei Musik, Essen, Trinken, Singen,
wollen wir die Zeit verbringen.
Es ist schön, dass sie uns besuchen,
trinkt neuen Wein, esst Zwiebelkuchen,
esst die Zwiebeln und die Krusten,
das fördert den analen Husten.
Im Mai, da hatt’s uns hart getroffen,
der Proberaum ist abgesoffen.
Und wegen den so vielen Pfützen,
können wir den Raum nicht nützen.
Mit Gebläsen konnt’ es nicht gelingen,
den Boden wieder trocken zu bringen
und man meint - es ist zum Lachen,
der Müller Hans soll einen Schwimmkurs mache.
Etwas Glück hatten trotzdem wir,
denn wir besitzen kein Klavier,
denn bei solchem Wassermarsch,
wär’ das Instrument bestimmt - - kaputt.
Probleme gibt’s beim Flügel keine,
der bekommt nur nasse Beine.
Und um montags doch zu proben,
sind wir in’s Foyer gezogen.
Macher Chorist ist darüber froh,
der Weg ist nicht so weit auf’s Klo.
Und von unserm Probe-Leben
möcht’ ich euch ein Abriss geben:
Montagabend kurz vor acht,
wird die Halle aufgemacht.
Die ersten stell’n die Stühle auf,
der Horst, der holt die Noten rauf,
zwei Mann die sind schon ganz in Rage,
und schieben den Flügel aus der Garage,
dem Bernhard ein’ge schon zu winken,
sag, gibt’s heut Abend nichts zu trinken.
Auch nach acht kommen sie noch angerannt,
vor allem die, im Ruhestand.
Es dauert dann noch ’ne Viertel Stunde,
bis jeder seinen Platz gefunde’.
Lässt einer dann zu spät sich blicken,
bekommt ein Tenor die Tür in Rücken.
Den Nachbar noch willkommen heißen,
während wir schon mit dem Kopfe kreisen.
Denn bevor wir an das Singen denken,
müssen wir den Hals verrenken.
Und um uns richtig wach zu rütteln,
müssen wir Händ’ und Füße schütteln.
Wir üben erst nur Konsonanten,
man meint: wir wären Asylanten.
Mit kurzem s wird festgestellt,
ob jedem das Gebiss noch hält.
Und ist vollendet dieser Test,
und sind noch alle Zähne fest,
von Ausfall keinerlei Gestalten,
dann wird das s lang angehalten.
Und wenn Frau Marjanov bis sechzehn zählt
und uns die Luft ab vierzehn fehlt,
die Stimme dann ganz leis’ verhallt,
dann merkt man gleich: jetzt werd’ ich alt.
Wir singen dann die höchsten Tön’,
und manchmal klingt es wunderschön.
Frau Marjanov die muss man loben,
sie lernt uns sehr viel in den Proben.
Manchmal muss sie Grenzen setze,
sonst hören sie nicht auf zu schwätzte.
Sie sagt: „Probier’n wir mal,
die Seite zwei von dem Choral.“
Schon ruft ein Bass: „Ich kann nicht singen,
Horst, du musst mir Noten bringen.“
Der Horst schreit: „Halt du die Klappe,
die Noten sind in deiner Mappe.“
Wir ochsen dann ganz schön,
das geht so immer bis um zehn.
Und hat ein Lied nicht gut geklungen,
so wird es halt noch mal gesungen.
Damit die Stimm sich regeneriert,
wird anschließend noch mit Bier geschmiert.
Bis die Gertrud sagt: „Jetzt trinke aus,
dann sind wir noch vor zwölf zu haus!“
Eines fehlt uns doch so sehr,
es müssen junge Sänger her,
und um zu singen auch noch morgen,
wird Frau Marjanov für Nachwuchs sorgen.
Nächstes Jahr haben wir viel vor,
wir feiern nämlich hundert Johr.
Wir haben aber kein Chorist,
der wirklich hundert Jahr alt ist,
so alt kann doch kein Sänger sein,
der Jubilar ist der Verein.
Uns sie können sicher ahnen,
der Vorstand ist schon fest am Planen.
Wir Sänger üben mit voller Kraft,
es sind noch alle gut im Saft,
und wir hoffen dass es gelingt,
dass man in hundert Jahr noch singt.
Konrad Graner
(ws,fj)